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Grüne Hölle, Schwalbenschwanz, Fuchsröhre – Highlights am Nürburgring

Jeder, der sich ein wenig mit Motorsport auskennt und jeder Fan sowieso hat natürlich schon mal von den berühmten Streckenabschnitte des Nürburgrings gehört, denn schließlich zählt diese Rennstrecke zu den ältesten überhaupt und schon seit vielen Jahrzehnten jagten hier die Boliden über den Asphalt. Kein Wunder, dass mancher dann auch gern mal in solch einem Wagen sitzen möchte, obwohl das für eigentlich nur für ausgebildete Rennfahrer möglich ist. Zu groß sind schließlich die Belastungen für einen untrainierten Menschen, zu komplex die Anforderungen und sind ist eine jahrelange Ausbildung und das Sammeln umfangreicher Erfahrung nötig, um in diesem Beruf seine Brötchen zu verdienen.

Glücklicherweise gibt es heute jedoch die Möglichkeit, als Beifahrer in einer Art Renntaxi über den Ring zu düsen und dabei all die berühmten Abschnitte kennenzulernen. Das ist grundsätzlich für fast jeden möglich, vorausgesetzt, man ist weder chronisch krank noch minderjährig. Auch wer unter 1,50 Meter misst, muss leider verzichten, denn eine gewisse Konstitution ist für eine solche Fahrt dann doch erforderlich. Freilich sind das auch schon alle Anforderungen und eine Anmeldung ist sehr einfach. Der Blick ins Internet zeigt dann auch eine Fülle an Angeboten und Veranstaltern, die sich in ihren Programmen jedoch nur unwesentlich unterscheiden. Oft sind es ehemalige Profis, die einen solchen Service aufgebaut haben und die in enger Kooperation mit dem Nürburgring die Fahrt mit dem Renntaxi zu einem unveresslichen Erlebnis machen. Da fügt sich dann alles zusammen und man bekommt einen wirklich tiefen Einblick in das Geschehen im und rund um das schnelle Auto und wer will, kann sich die Fahrt auch gern auf Video aufzeichnen lassen und sich selbst immer mal wieder zu Hause auf dem Fernseher bei der Fahrt durch die Grüne Hölle betrachten.
Doch schauen wir uns die Angebote einmal genauer an. Zunächst steht die Einkleidung, bei der man in feuerfeste Anzüge gesteckt und umfassend eingewiesen wird. Auch ein Helm ist natürlich Pflicht, denn Sicherheit steht an oberster Stelle und wenn alles passt, wartet schon der Wagen auf den Beifahrer. Am Steuer sitzt selbstredend ein Profi mit Lizenz und der kennt die Strecke mit all ihren Tücken und Herausforderungen ganz genau. Er wird zwar keine unnötigen Risiken eingehen, doch die Fahrt wirklich auch am Limit bestreiten, denn das Ganze findet meistens im Rahmen der Deutschen Langstreckenmeisterschaft statt! So hat man das pure Feeling garantiert und das ist beileibe kein Spaziergang! Zunächst auf dem Grand Prix und im Anschluss auf der eigentlichen Nordschleife wirken Kräfte auf Fahrer und Beifahrer, die jede Bremsung, Beschleunigung und jede Kurve zu einer intensiven Erfahrung machen. Man sollte sich seinen Ängsten nicht schämen, denn zu Unfällen kommt es so gut wie nie und der Fahrer wird einen gern über Besonderheiten seines Berufs und auch der Strecke aufklären.

Nach rund 20 Kilometern und 45 Minuten Vollgas wartet dann der Gang durch die Boxengasse. Dort darf man dem Treiben der Mechaniker zusehen und kann sich mit anderen Fahrern unterhalten, was vor allem für echte Fans ein fantastisches Vergnügen darstellt! Im Hospitality – Zelt warten Erfrischungen und so erlebt man einen Tag voller Überraschungen und spannender Erlebnisse, die man garantiert niemals vergessen wird.